Begegnungen in der Gruppe: zwischen Vielfalt und Ausgrenzung
Freitag 17. Juli 2026 – 19:30 bis 21:00 Uhr Samstag 18. Juli 2026 – 09:30 bis 13:00 Uhr incl. Kaffeepause
Hybridveranstaltung Präsenz: Freitagabend im EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München Samstagvormittag in der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München, Landsbergerstraße 6, 80339 München
Online: ZOOM – Weitere Informationen, Texte, ZOOM-Zugang erhalten Sie nach der Anmeldung.
Teilnahmegebühr pro Wochenende: 70,00 Euro in Präsenz & 60,00 Euro Online und 30,00 Euro in Präsenz & 20,00 Euro Online für Kandidat:innen.
Studierenden können kostenlos an den Veranstaltungen teilnehmen.
Nach Foulkes, dem englisch-deutschen Gruppenanalytiker, „durchdringt das Soziale das Innerste“ (1948/1983), und er beschreibt das Individuum als Knotenpunkt eines Netzes, das in seinem Verhalten sowohl von seiner eigenen Biographie wie auch von der Dynamik des Netzes, dem umgebenden kulturellen Kontext, geprägt wird. Ein Netz bewegt sich unterschiedlich stark – sanft, heftig oder angespannt, bis es zerreißt. Damit durchquert es verschiedene Höhen und Tiefen. Begegnungen in einer Gruppe ähneln diesem Prozess und reichen von misstrauischem und neugierigem Kennenlernen bis hin zu euphorischem Zusammenhalt und explodierenden Konflikten. Regressive wie progressive Entwicklungen werden so angestoßen.
In dem Seminar wollen wir uns mit diesen unterschiedlichen Begegnungen in einer Gruppe beschäftigen und auch auf aktuelle Entwicklungen Bezug nehmen.
Am Freitagabend wird Fatin Abbas, eine sudanesisch-amerikanische Schriftstellerin, Passagen aus ihrem Buch „Zeit der Geister“ lesen. Sie beschreibt darin die Zeit vor dem Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südsudan, der das frühere gewohnte Zusammenleben zwischen den verschiedenen Volksgruppen durch Ausgrenzung und Rassismus zerstört. Eine sich entwickelnde Liebesgeschichte verweist trotzdem auf Hoffnung und Zukunft.
Am Samstagvormittag nimmt Christiane Bakhit in ihrem Vortrag die Themen von Vielfalt und Ausgrenzung auf und skizziert Entstehung und Umgang mit Misstrauen, Neugier, Sehnsucht und Angst in Gruppen anhand von aktuellen Gruppenprozessen.
Anschließend gibt eine Reflexionsgruppe (Leitung Martin Pröstler) Gelegenheit, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Gemeinsam mit dem Fortbildungsinstitut Internationale Psychoanalyse München (IPM), der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und der Abteilung Gruppenpsychoanalyse u. Gruppenpsychotherapie der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München